Mittwoch, 2. April 2014

... Tränen nach Telefonaten am Abend

In dem Moment als sie auflegte und die Verbindung sie von seiner Stimme trennte, flossen die Tränen ihre Wangen herunter. Unaufhaltsam wie ein Fluss der seinen Damm durchstoßen hatte. Sie lag auf ihrem Bett, verkrampft das Handy noch in der rechten Hand, den Kopf aber schluchzend in der Bettdecke begraben um ihre verzweifelten Schreie zu ersticken. Ja, sie war eine Frau mit gebrochenem Herzen voller Liebe für diesen einen Mann und unterworfen der Beziehung, die alles andere als einfach war. Doch das hatte sie sich so ausgesucht und jetzt musste sie dafür stark sein. Er war wieder abgekämpft von seiner Arbeit und saß emotionslos hinter seinem Steuer um nach Hause zu fahren. Wie sehr hätte sie gern einen Funken Liebe und Zuneigung gespürt, wie er es doch sonst so oft tat und sie durch seine Worte verzauberte. Aber er hatte auch kein einfaches Leben, er war gebrochen und musste mit vielen privaten Umständen umgehen. Sie durfte nicht zum Problem werden, sie wollte für ihn die Starke sein, um die er sich jetzt nicht auch noch sorgen musste und deshalb würde sie ihm niemals sagen wie oft sie eigentlich weinte und wie sehr sie ihn vermisste. Es war nicht einfach der Weg, den sie sich da ausgesucht hatte, aber den wollte sie gehen und sie wollte mit ihm gehen; gehüllt in Liebe.

B.M., "den Mann, den ich nicht Lieben dürfte"

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